Flut-Katastrophe: Diese Hilfen gibt es – und so schützt Du Dich für die Zukunft

Für die meisten kamen die Wassermassen überraschend. Die Wucht der Flut spülte Autos fort, brach Straßen auf und zerstörte ganze Häuser. Einige haben ihren gesamten Besitz verloren. Der Wiederaufbau wird Jahre dauern und viele Milliarden Euro kosten. Wir zeigen, welche Hilfen Du als Betroffene bekommst und wie Du Dich auf künftige Katastrophen vorbereitest. Welche Hilfen […]

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Für die meisten kamen die Wassermassen überraschend. Die Wucht der Flut spülte Autos fort, brach Straßen auf und zerstörte ganze Häuser. Einige haben ihren gesamten Besitz verloren. Der Wiederaufbau wird Jahre dauern und viele Milliarden Euro kosten. Wir zeigen, welche Hilfen Du als Betroffene bekommst und wie Du Dich auf künftige Katastrophen vorbereitest.

Welche Hilfen es für Betroffene gibt

Auch wenn Du eine Wohngebäude- oder Hausratversicherung hast, bist Du gegen Fluten nur versichert, wenn Elementarschäden abgedeckt sind – also Naturgefahren wie Überschwemmungen und Erdrutsche. Standardmäßig sind solche Verwüstungen nicht abgesichert. Hast Du keine Versicherung, kannst Du aber auf Hilfen des Staates hoffen.

Der Bund stellt 200 Millionen Euro Soforthilfen bereit. Nochmal die gleiche Summe kommt aus NRW und auch Rheinland-Pfalz sowie Bayern stellen Millionenbeträge bereit. Das Geld ist nicht nur für die schnelle Instandsetzung von Straßen und Stromversorgung gedacht, sondern auch für die dringendsten Reparaturen an Gebäuden, für Werkzeug, Lebensmittel oder Kleidung. Bis zu 3.500 Euro bekommst Du sofort in Rheinland-Pfalz und NRW. Anträge laufen über die Gemeinden.

Zusätzlich wollen Bund und Länder mit einem Fonds für den Wiederaufbau helfen – wie nach den Fluten 2002 und 2013. Damals standen 7 beziehungsweise 8 Milliarden Euro zur Verfügung. Die Beratungen für den neuen Fonds laufen noch.

Vor vier Jahren hatten sich die Ministerpräsidenten der Länder darauf geeinigt, dass solch eine Wiederaufbauhilfe nur erhält, wer sich erfolglos um den Abschluss einer Elementarschaden-Versicherung bemüht hat. Es ist unklar, ob sie angesichts des verheerenden Ausmaßes der Unwetter noch daran festhalten. Die Soforthilfen jedenfalls kann jeder bekommen. Hier sollen Betroffene nur nachweisen, dass sie nicht alles von der Versicherung ersetzt kriegen.

Sicher ist: Wer jetzt hohe Kosten und Verluste durch die Fluten hat, muss weniger Steuern zahlen. Worauf Du achten musst, um Deine Kosten möglichst umfassend abzusetzen, erklären wir Dir nächste Woche ausführlich hier im Newsletter.

 

Wie Du Dich für zukünftige Unwetter vorbereitest

Nicht mal jedes zweite Gebäude in Deutschland ist gegen Elementarschäden versichert. Wegen des Klimawandels wird es künftig aber immer häufiger Starkregen und Überflutungen geben; und die Unwetter werden tendenziell auch heftiger ausfallen. Daher ist es für viele sinnvoll, sich gegen Elementarschäden abzusichern – selbst wenn sie nicht direkt an einem Fluss wohnen. Drei Viertel aller Gebäude in Deutschland sind nach Angaben der Versicherer durch Starkregen „mittel“ oder „hoch gefährdet“. Wer ein nicht so hohes Risiko hat, zahlt auch weniger für den Extraschutz.

Nimm Dir die Zeit, in Ruhe Angebote zu vergleichen. Wir empfehlen dafür das Portal Mr-Money*. Steht Dein Gebäude in einem Gebiet, das häufig überschwemmt wird, oder hattest Du in den letzten zehn Jahren Schäden, musst Du vielleicht direkt auf Versicherer zugehen und ein Angebot einholen. Eine Liste aller Anbieter findest Du beim Versicherungsverband GDV.

Bei der Unwetter-Katastrophe haben in Deutschland mindestens 170 Menschen ihr Leben verloren, viele werden noch vermisst. Mittlerweile ist klar, dass das Katastrophen-Warnsystem nicht gut funktioniert hat. Warn-Apps wie Nina, Katwarn oder WarnWetter helfen nur, wenn das Netz vorhanden ist, genug Leute die App nutzen und alle Betroffenen klare Warnungen erhalten. Das war offenbar nicht der Fall. Bis zum Sommer 2022 soll endlich auch in Deutschland ein „Cell-Broadcast-System“ eingeführt werden. Das warnt im Ernstfall alle Handynutzer, die sich im bedrohten Gebiet aufhalten.

Viele Menschen spenden schon für die Betroffenen. Willst Du auch helfen, findest Du hier eine Liste mit seriösen Einrichtungen und Spendenkampagnen.

Mehr dazu

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Serie Arbeitsrecht, Teil 4: So kannst Du auf Teilzeit wechseln

Mehr Zeit für die Familie haben, die eigene Geschäftsidee vorantreiben oder Angehörige pflegen – das geht mit Vollzeitarbeit häufig nicht. Teilzeit bietet da mehr Flexibilität. Wie Du Dir den Wunsch nach Teilzeit erfüllst, haben wir für Dich in sechs Punkten zusammengefasst:   Du hast ein Recht auf Teilzeit Alle Angestellten haben einen gesetzlichen Anspruch auf […]

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Mehr Zeit für die Familie haben, die eigene Geschäftsidee vorantreiben oder Angehörige pflegen – das geht mit Vollzeitarbeit häufig nicht. Teilzeit bietet da mehr Flexibilität.

Wie Du Dir den Wunsch nach Teilzeit erfüllst, haben wir für Dich in sechs Punkten zusammengefasst:

 

Du hast ein Recht auf Teilzeit

Alle Angestellten haben einen gesetzlichen Anspruch auf Teilzeit – sofern das Arbeitsverhältnis länger als sechs Monate besteht und im Betrieb mehr als 15 Personen arbeiten.

Ist beides erfüllt, kannst Du einen entsprechenden Antrag bei Deiner Chefin einreichen. Tue das am besten schriftlich und mindestens drei Monate im Voraus. Vergiss nicht anzugeben, ab wann die Teilzeit startet, wie hoch die künftige Arbeitszeit ausfällt und wie viele Stunden Du pro Wochentag arbeitest.

 

Vorsicht: Teilzeitfalle!

Viele meiden Teilzeit, weil sie Angst haben, später nicht mehr in Vollzeit wechseln zu können. Damit Angestellte dieser Teilzeitfalle entgehen, hat der Gesetzgeber die sogenannte Brückenteilzeit eingeführt: Du gehst mindestens ein Jahr, höchstens fünf Jahre, in Teilzeit und kehrst anschließend automatisch zur Vollzeit zurück.

Voraussetzung für die Brückenteilzeit: Du bist länger als sechs Monate im Unternehmen und die Firma beschäftigt mindestens 45 Mitarbeiter. Darüber hinaus gelten dieselben Regeln wie bei der normalen Teilzeit. Gib im Antrag unbedingt an, von wann bis wann Du weniger arbeiten möchtest. Dafür kannst Du das Musterschreiben von Finanztip nutzen.

 

Frei verhandeln

Ist Dein Betrieb klein und (Brücken-)Teilzeit deswegen nicht ohne weiteres möglich? Oder willst Du weniger als ein Jahr Teilzeit nehmen? Dann versuche, eine gemeinsame Lösung mit Deinem Arbeitgeber zu finden. Am besten machst Du Vorschläge, wie sich das organisieren lässt. Dann klappt es vielleicht auch ohne Rechtsanspruch. Wichtig: Lass Dir unbedingt in den Arbeitsvertrag schreiben, was Du ausgehandelt hast.

Selbstständiger
Bild: IMAGO / Westend61

 

Mehr Freizeit, weniger Gehalt

Wer weniger arbeitet, hat am Monatsende weniger im Portemonnaie. Ein Beispiel: Eine Vollzeitbeschäftigte mit Kind in Steuerklasse IV kommt auf 3.500 Euro brutto im Monat. Sie halbiert ihre Wochenarbeitszeit auf 20 Stunden. Ihr neues Bruttogehalt liegt bei 1.750 Euro. Ihr Nettogehalt sinkt nicht so stark, weil der Staat bei kleineren Gehältern weniger Steuern verlangt. Blieben ihr zuvor rund 2.280 Euro netto, sind es nun knapp 1.290 Euro – also deutlich mehr als die Hälfte.

Bedenke aber: Auch in Notlagen musst Du mit dem neuen Gehalt auskommen. Deshalb solltest Du vorab durchrechnen, ob Teilzeit wirklich drin ist, beispielsweise mit dem Teilzeitrechner des Bundesarbeitsministeriums.

Und wenn bei Dir demnächst die Familienplanung ansteht, vergiss nicht: Weniger Netto bedeutet auch weniger Elterngeld.

 

Teilzeitarbeit gleich Teilzeitrente?

Wer weniger verdient, zahlt weniger in die Rentenkasse. Immerhin: Eltern in Teilzeit können die fehlenden Entgeltpunkte teilweise ausgleichen. Für die Kindererziehung bekommst Du knapp drei Rentenpunkte gutgeschrieben. Außerdem rechnet Dir die Rentenversicherung maximal zehn Jahre Kinderberücksichtigungszeit an. Für sich genommen begründet letztere keinen Rentenanspruch. Für Angestellte, die in Teilzeit weniger als das Durchschnittseinkommen (derzeit gut 41.500 Euro) verdienen, bedeutet sie aber ein Rentenplus.

 

Privat vorsorgen

Bevor Du die Arbeitszeit verringerst, solltest Du Dich von der Rentenversicherung beraten lassen. Auch wenn die finanziellen Auswirkungen der Teilzeit eher gering scheinen, kann es Dich im Rentenalter in Schwierigkeiten bringen, wenn Du jahrelang weniger einzahlst.

Unser Tipp: Fang rechtzeitig an, privat vorzusorgen, solange Du noch in Vollzeit arbeitest. Dann sind auch ein paar Jahre Teilzeit drin – ganz ohne schlechtes Gewissen. Lege aber auch in Teilzeit immer ein wenig privat zur Seite.

Zum Ratgeber

 

Die Finanztip-Serie zum Arbeitsrecht:

1. Arbeiten nach der Pandemie
2. Verkauf Dich nicht zu billig!
3. Überstunden bezahlt bekommen
4. Teilzeit arbeiten – so geht‘s
5. Was tun, wenn‘s im Job knirscht
6. So wehrst Du Dich bei einer Kündigung

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Warum Dein Newsletter ab heute anders aussieht

Wir wollen, dass Du Deine Finanzen selbst machen kannst. Das heißt nicht nur, dass wir Dir die besten Lösungen heraussuchen. Wir wollen sie Dir auch so einfach wie möglich aufbereiten. Dinge einfach zu sagen, kann ganz schön schwierig sein. Und verlangt immer wieder, sich infrage zu stellen. Und so haben wir uns bei Finanztip vor […]

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Wir wollen, dass Du Deine Finanzen selbst machen kannst. Das heißt nicht nur, dass wir Dir die besten Lösungen heraussuchen. Wir wollen sie Dir auch so einfach wie möglich aufbereiten. Dinge einfach zu sagen, kann ganz schön schwierig sein. Und verlangt immer wieder, sich infrage zu stellen.

Und so haben wir uns bei Finanztip vor gut einem Jahr zusammengesetzt und alles mal grundsätzlich überdacht. Angefangen bei der Sprache: Leichter verständlich, konzentriert aufs Wesentliche. Und wir merkten: Das wollen wir auch in der Gestaltung ausdrücken.

Die Dinge auf den Punkt bringen: Dafür steht unser neues Logo, das orangene „F“. Und dazu gehört eben auch, unsere Empfehlungen für Dich so unkompliziert und attraktiv wie möglich zu präsentieren. Es soll ja auch ein bisschen Spaß machen.

 

Leichter lesbar und übersichtlicher

Im Newsletter benutzen wir künftig Schlagwörter und Symbole, damit Du Dich schneller zurechtfindest. Unsere Kurzmeldungen in der Rubrik „Auch wichtig“ und unsere Empfehlungs-Übersicht am Schluss sehen jetzt viel übersichtlicher aus.

Außerdem nutzen wir eine neue Technik für den E-Mail-Versand, damit die Schriftgrößen besser auf die vielen unterschiedlichen Smartphones und Apps angepasst sind. Nach wie vor kannst Du ganz oben links auf die Browser-Ansicht wechseln.

 

Wir gestalten ganz Finanztip neu

Auch bei Youtube, auf Instagram und bei unseren Podcasts siehst Du schon unseren neuen Auftritt. Die Finanztip-Website ist noch dabei, ins neue Kleid zu schlüpfen. Mit mehr als 1.000 Ratgebern, Erfahrungsberichten und dem Finanztip-Forum sind wir mittlerweile so groß, dass es etwas dauert, bis alles neu erstrahlt.

Außer am Design arbeiten wir an weiteren kleinen und großen Projekten: Wie neuen Kanälen (auf Tiktok sind wir der Finanz-Kanal Nummer 1) oder besseren Rechnern.

Sag uns gern, wie Dir das neue Design gefällt – wir freuen uns auf Dein Feedback an redaktion@finanztip.de oder als Kommentar im Blog.

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So bekommst Du als Mieter Recht

Fehler in der Nebenkostenabrechnung, Mängel in der Wohnung, eine saftige Mieterhöhung – zwischen Mieterin und Vermieterin gibt es viel Anlass zum Streit. Das kann bis vors Gericht gehen. Doch Du brauchst nicht unbedingt eine Rechtsschutzversicherung, es gibt gute Alternativen. Der erste Anlaufpunkt sind Mietervereine. Als Mieter kannst Du Dich dort meist direkt nach Beitritt von […]

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Fehler in der Nebenkostenabrechnung, Mängel in der Wohnung, eine saftige Mieterhöhung – zwischen Mieterin und Vermieterin gibt es viel Anlass zum Streit. Das kann bis vors Gericht gehen. Doch Du brauchst nicht unbedingt eine Rechtsschutzversicherung, es gibt gute Alternativen.

Der erste Anlaufpunkt sind Mietervereine. Als Mieter kannst Du Dich dort meist direkt nach Beitritt von Fachleuten beraten lassen. Je nach Wohnort kostet die Mitgliedschaft bis zu 100 Euro im Jahr.

Mietervereine unterstützen auch vor Gericht. Bei einigen ist der Rechtsschutz in der regulären Mitgliedschaft enthalten, bei anderen musst Du ihn gegen eine kleine Zusatzgebühr vereinbaren. Wie bei jeder Rechtsschutzversicherung musst Du allerdings drei Monate warten, bevor Du sie für Prozesse in Anspruch nehmen darfst.

Bei bestimmten Problemen helfen auch sogenannte Rechtsdienstleister: Bei zu hoher Miete eignet sich conny.legal* (früher: wenigermiete°de). Das Unternehmen kümmert sich darum, dass Dein Vermieter die Mietpreisbremse einhält – bei guten Aussichten auch bis zum Prozess. Für die Hilfe zahlen musst Du nur bei Erfolg, nämlich die Ersparnis von fünf Monatsmieten.

Bei einer falschen Nebenkostenabrechnung kannst Du Dich an Mineko wenden oder einen Anwalt über Yourxpert* konsultieren. Der kostenlose Heizcheck von CO2online hilft, überzogenen Heizkosten auf die Spur zu kommen.

Eine Rechtsschutzversicherung für Mietrecht lohnt dagegen nur, falls Du Dich auch in anderen Bereichen absichern möchtest: Denn es gibt sie nur zusammen mit einem Privatrechtsschutz.

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Riester-Banksparplan: Volksbank versucht, Kunden loszuwerden

Als eine der letzten Banken bot die Volksbank Gronau-Ahaus (VBGA) bis 2016 noch einen Riester-Banksparplan an. Die Bedingungen waren so gut, dass er eine Finanztip-Empfehlung wurde. Nun scheint es, als habe sich das Bankhaus verkalkuliert. Leser berichten, die Volksbank versuche, sie aus den Verträgen zu bekommen. Sie erhalten Wechselangebote mit fadenscheiniger Begründung: Die Kunden würden […]

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Als eine der letzten Banken bot die Volksbank Gronau-Ahaus (VBGA) bis 2016 noch einen Riester-Banksparplan an. Die Bedingungen waren so gut, dass er eine Finanztip-Empfehlung wurde. Nun scheint es, als habe sich das Bankhaus verkalkuliert. Leser berichten, die Volksbank versuche, sie aus den Verträgen zu bekommen.

Sie erhalten Wechselangebote mit fadenscheiniger Begründung: Die Kunden würden ansonsten Geld verlieren aufgrund der Niedrigzinsphase und der Inflation. Fakt ist: Die Realzinsen sind schon seit 2004 fast durchgehend negativ.

Als Lösung empfiehlt die Bank eine Umwandlung in eine Rentenversicherung der Allianz (Tarif „Perspektive“). Dabei ist der Banksparplan die Wahl für Sparer, die die Riester-Förderung mitnehmen wollen, ohne sich frühzeitig auf eine Auszahlvariante im Ruhestand festzulegen. Das aber passiert mit dem Wechsel. Außerdem werden für alle neuen Riester-Raten Abschlusskosten fällig. Immerhin: Für das bereits angesparte Kapital zahlst Du nichts, was fair ist.

Wenn Du ohnehin über einen Wechsel zu einem Rentenversicherer nachdenkst, ist das Angebot nicht schlecht. Auch wenn Du kurz vor der Rente stehst, kann es sich lohnen.

Es gibt aber keinen zwingenden Grund, den Banksparplan aufzugeben. Ohnehin ist damit zu rechnen, dass die nächste Bundesregierung die Riester-Rente reformiert – und wieder attraktivere Riester-Verträge ermöglicht.

Noch ein wichtiger Tipp: Die VBGA hatte 2017 eine Gebühr für den Sparplan erhoben. Wer damals nicht widersprochen hat, kann sich das Geld mit unserem Musterschreiben zurückholen.

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Pauschalreise: Risikogebiet nicht immer ein Grund für kostenloses Storno

Im vergangenen Sommer galt: Bei einer Reisewarnung fürs Urlaubsland hattest Du gute Chancen auf eine kostenlose Stornierung Deiner Pauschalreise. Denn eine hohe Inzidenz war meist ein „unvermeidbarer und außergewöhnlicher Umstand“, der die Reise erheblich beeinträchtigte (§ 651h Abs. 3 BGB). Nach mehr als einem Jahr Pandemie sind die Bedingungen allerdings etwas strenger. Mittlerweile kommen Beeinträchtigungen […]

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Im vergangenen Sommer galt: Bei einer Reisewarnung fürs Urlaubsland hattest Du gute Chancen auf eine kostenlose Stornierung Deiner Pauschalreise. Denn eine hohe Inzidenz war meist ein „unvermeidbarer und außergewöhnlicher Umstand“, der die Reise erheblich beeinträchtigte (§ 651h Abs. 3 BGB). Nach mehr als einem Jahr Pandemie sind die Bedingungen allerdings etwas strenger.

Mittlerweile kommen Beeinträchtigungen durch Covid-19 nicht mehr völlig unerwartet. Willst Du ohne Kosten von einer Reise zurücktreten, musst Du nachweisen, dass sich die Lage am Urlaubsort seit der Buchung deutlich verschlechtert hat und Dein Urlaub stark beeinträchtigt wäre. Eine Reisewarnung ist dafür ein wichtiger Anhaltspunkt – für einfache Risikogebiete wurde diese aber Anfang Juli aufgehoben. Auch wenn schon zum Zeitpunkt Deiner Buchung eine Reisewarnung vorlag, kannst Du die Reise später nicht mehr mit Verweis darauf kostenfrei stornieren.

Nach wie vor gilt: Hast Du eine Pauschalreise gebucht, als im Urlaubsland die Fallzahlen niedrig waren, hast Du gute Chancen, kostenlos von Deiner Reise zurückzutreten – zum Beispiel wenn Dein Reiseziel später als Hochinzidenz- oder Virusvariantengebiet eingestuft wird.

Um einen Rechtsstreit mit unsicherem Ausgang zu vermeiden, solltest Du Dich vor einer Kündigung mit dem Veranstalter in Verbindung setzen. Vielleicht könnt Ihr Euch auf eine Umbuchung oder Erstattung einigen.

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Auch wichtig: Kinderzuschlag, Pflegeheim-Gebühren, BGH-Urteile gegen VW, Datenklau bei Haftpflichtkasse

+++Bist Du alleinerziehend und berufstätig, aber das Geld reicht kaum, um über die Runden zu kommen? In diesem Fall kannst Du den Kinderzuschlag beantragen. Bis zu 205 Euro pro Monat zahlt die Familienkasse zusätzlich zum Kindergeld. Jetzt ist klar: Der Zuschlag mindert nicht den Anspruch auf Unterhalt für Dein Kind, den Du gegenüber dem anderen […]

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+++Bist Du alleinerziehend und berufstätig, aber das Geld reicht kaum, um über die Runden zu kommen? In diesem Fall kannst Du den Kinderzuschlag beantragen. Bis zu 205 Euro pro Monat zahlt die Familienkasse zusätzlich zum Kindergeld. Jetzt ist klar: Der Zuschlag mindert nicht den Anspruch auf Unterhalt für Dein Kind, den Du gegenüber dem anderen Elternteil hast. Das hat der Bundestag nun gesetzlich geregelt (hier das PDF)+++

+++Erst ab dem Tag des Einzugs dürfen Pflegeheime Kosten in Rechnung stellen. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden (Az. III ZR 225/20). Insbesondere Reservierungsgebühren für den Pflegeplatz sind unzulässig – ganz egal ob die Betroffenen privat oder gesetzlich pflegeversichert sind.

Geklagt hatte unter anderem der BIVA-Pflegeschutzbund. Er schätzt, dass nun Zehntausende Heimbewohner Gebühren zurückverlangen können.

Wichtig: Du kannst die Gebühren auch rückwirkend einfordern. Erst am Ende des dritten Jahres nach Zahlung verjährt nach Einschätzung des BIVA Dein Anspruch. Im verhandelten Fall muss das Pflegeheim mehr als 1.000 Euro erstatten+++

+++Erfolg gegen den VW-Konzern: Auch wer sein Auto weiterverkauft hat, verliert nicht seinen Anspruch auf Schadensersatz. Das hat der Bundesgerichtshof diese Woche entschieden (Aktenzeichen VI ZR 575/20). Dabei spielt es auch keine Rolle, ob Du für Deinen Wagen eine sogenannte „Wechselprämie“ erhalten hast: Der Schadensersatz bleibt gleich (Az. VI ZR 533/20).

Begrenzt hat der BGH in einem dritten Urteil in dieser Woche aber die Frist, in der ein Kunde – statt Schadensersatz – auch ein Nachfolgemodell ohne Abschaltvorrichtung verlangen kann. Das geht nur zwei Jahre lang. VW muss diesem Wunsch nachkommen und darf dafür nicht einmal eine Nutzungsgebühr in Rechnung stellen (Az. VIII ZR 254/2)+++

+++Hacker haben es geschafft, in das Netzwerk der Haftpflichtkasse einzudringen. Der Umfang des Schadens ist noch unklar. Sicher ist bereits, dass Kundendaten kopiert wurden. Außerdem kann der Versicherer nur eingeschränkt arbeiten, da ein Großteil der Computersysteme abgeschaltet wurde. Als Kunde könntest Du nun das Ziel weiterer Cyberangriffen werden: Sei also noch vorsichtiger als sonst mit E-Mails und bei unerwarteten Anrufen. Die Haftpflichtkasse ist eine unserer langjährigen Empfehlungen für Privathaftpflicht+++

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Elektromobilität: Wann sich der Umstieg für Dich lohnt

Das Elektroauto liegt im Trend Bis 2030 soll der Ausstoß an klimaschädlichen Gasen in Deutschland um etwa die Hälfte sinken. Die Elektromobilität spielt dabei eine große Rolle – und sie nimmt schon stetig zu: Zwischen Juni 2020 und Juni 2021 wurden mehr E-Autos und Plugin-Hybride zugelassen als in allen Jahren zuvor – zusammengerechnet. Mehr als […]

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Das Elektroauto liegt im Trend

Bis 2030 soll der Ausstoß an klimaschädlichen Gasen in Deutschland um etwa die Hälfte sinken. Die Elektromobilität spielt dabei eine große Rolle – und sie nimmt schon stetig zu: Zwischen Juni 2020 und Juni 2021 wurden mehr E-Autos und Plugin-Hybride zugelassen als in allen Jahren zuvor – zusammengerechnet. Mehr als eine halbe Million Fahrzeuge sind hinzugekommen, damit fährt jedes siebte neu zugelassene elektrisch. Gut ein Viertel der Bundesbürger kann sich laut aktuellem „Mobilitätsmonitor“ vorstellen, ein E-Auto zu kaufen.

Denkst auch Du über einen Umstieg nach? Aber bist Du Dir unsicher, ob sich ein E-Auto schon lohnt? Wir haben die wichtigsten Aspekte für Dich zusammengestellt.

 

Was für ein E-Auto spricht

Das meistverkaufte Modell im Jahr 2020, der Renault Zoe, kostet mindestens 30.000 Euro – doppelt so viel wie ein vergleichbarer Verbrenner. Beim Kauf eines E-Autos bekommst Du aber eine staatliche Prämie von bis zu 9.000 Euro. Das macht die Anschaffung deutlich günstiger. Das Programm soll in Kürze bis 2025 verlängert werden.

Auf lange Sicht fährst Du mit einem E-Auto im Vergleich zu einem Verbrenner dank geringerer Wartungs- und Stromkosten sowie der Befreiung von der Kfz-Steuer in der Gewinnzone. Produzierst Du Deinen Strom selbst, geht das besonders schnell. Doch auch ohne Solaranlage kannst Du sparen: mit dem richtigen Auto-Stromtarif. Auch das Thema möglicher Fahrverbote umgehst Du mit einem E-Auto.

 

Was gegen ein E-Auto spricht

Je nachdem, wie Du fährst, sind 250 Kilometer Reichweite realistisch. Ob Dir das genügt, hängt auch davon ab, ob Du oft längere Strecken fahren musst. Mit der Zeit verlieren die Batterien aber an Kapazität. Hersteller übernehmen Garantien häufig nur für drei Viertel der ursprünglichen Reichweite und für acht Jahre oder 160.000 Kilometer – je nachdem, was schneller eintritt. Ein Viertel weniger Reichweite kann Deinen Wochenendausflug schon stressig machen.

Auch öffentliche Ladesäulen bergen Herausforderungen: Der Strom kostet unterschiedlich viel, je nachdem welche Kundenkarte oder App Du nutzt. Hast Du nicht die passende dabei, bekommst Du gar keinen Strom. Ärgerlich zudem: Ladesäulen arbeiten immer noch unzuverlässig. Du brauchst also immer eine Reserve, um notfalls zur nächsten fahren zu können.

E-Autos sind bislang überwiegend mit Lithium-Ionen-Akkus unterwegs. Etwas mehr Reichweite lässt sich wohl noch rausholen, aber bis zum Ende des Jahrzehnts könnten Feststoffbatterien das Rennen machen – mit mehr Reichweite und Langlebigkeit. Es könnte sich also lohnen, mit dem Kauf ein wenig zu warten.

 

Welche Entscheidung jetzt die richtige ist

Willst Du schon jetzt auf E-Mobilität setzen, könnte Leasing eine Option sein. Deine Kosten stehen vorab fest und das Risiko des übermäßigen Wertverlustes trägt der Händler. Achtung: Für Schäden am Auto musst Du bei der Rückgabe einstehen – das kann schnell teuer werden!

Scheust Du den Umstieg noch, kannst Du jetzt durchaus einen gebrauchten Verbrenner kaufen. Er kann ruhig zehn Jahre alt sein. Viele Autos fahren danach rund fünf weitere Jahre und sollten eine Laufleistung von mehr als 200.000 Kilometern erreichen – zumindest bei regelmäßiger Wartung. Und ökologisch ist das auch: Lieber einen Verbrenner bis zum Ende der Lebensdauer fahren, anstatt ihn für ein neues (E-)Auto vorzeitig zu verschrotten.

 

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Verbrenner oder E-Auto? Was jetzt die richtige Wahl ist

Viele würden gerne ein Auto kaufen, schieben die Entscheidung aber noch vor sich her. Soll es wieder ein Benziner sein? Oder ein Elektroauto? Oder doch ein Diesel? Es geht um viel Geld. Das Problem: Ein Neuwagen ist zurzeit eine unsichere Investition. So viel tut sich politisch wie technisch. Auch die Corona-Pandemie hat sich unser Mobilitätsverhalten […]

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Viele würden gerne ein Auto kaufen, schieben die Entscheidung aber noch vor sich her. Soll es wieder ein Benziner sein? Oder ein Elektroauto? Oder doch ein Diesel?

Es geht um viel Geld. Das Problem: Ein Neuwagen ist zurzeit eine unsichere Investition. So viel tut sich politisch wie technisch. Auch die Corona-Pandemie hat sich unser Mobilitätsverhalten verändert. Mehr Arbeit im Homeoffice bedeutet auch weniger Fahrten zur Arbeit, dann brauchst Du vielleicht gar kein eigenes Auto, sondern greifst besser auf Carsharing zurück.

Trotzdem liebäugeln viele erstmals mit einem E-Auto. Zwischen Juni 2020 und Juni 2021 wurden mehr E-Autos und Plugin-Hybride zugelassen als in allen Jahren zuvor – zusammengerechnet. Mehr als eine halbe Million Fahrzeuge sind hinzugekommen, damit fährt jedes siebte neu zugelassene elektrisch. Gut ein Viertel der Bundesbürger kann sich laut „Mobilitätsmonitor“ vorstellen, ein E-Auto zu kaufen.

Die staatliche Förderung macht den Kauf attraktiv. Doch die Lieferzeiten sind lang. Und die Technik ist noch nicht komplett ausgereift.

Mangelnde Reichweite, unzuverlässige Ladesäulen und das langwierige Laden lassen vielleicht auch Dich zögern. Zudem entwickelt sich die Batterietechnik so rasant, dass jedes Jahr des Wartens einen großen Sprung bei der Reichweite bedeutet.

Also doch ein Verbrenner? Ökonomisch ist das vielleicht kurzfristig die beste Entscheidung. Aber Achtung: Die Politik ist entschlossen, den Klimaschutz ernster zu nehmen. Dazu verpflichtet sie das Klimaschutzgesetz, das aufgrund eines Urteils des Bundesverfassungsgerichts verschärft wurde. Die Spritkosten werden in den nächsten Jahren deutlich steigen. Und so manche Stadt denkt über Fahrverbote nach, nicht nur für Diesel. Darüber hinaus hat die Europäische Union Pläne vorgestellt, laut denen ab 2035 keine Autos mit Verbrennungsmotor verkauft werden dürfen.

Diese Faktoren werden sich auf den Wiederverkaufswert des Autos auswirken, das Du jetzt anschaffst.

 

Was ein Auto wirklich kostet

Viele sind sich gar nicht bewusst, wie teuer ein Auto im Unterhalt wirklich ist: Allein der Wertverlust beträgt bei Neuwagen mehrere hundert Euro im Monat. Dazu kommen Kosten für Versicherung, Steuer, Wartung und Kraftstoff. Monatlich sind zwischen 300 und 700 Euro völlig normal:

Für einen neuen Golf VIII mit 1.0l und 90 PS musst Du bei einer Fahrleistung von 10.000 Kilometern mit diesen Kosten rechnen:

 

Unterhaltskosten für einen Golf VIII

Kostenart Ausgaben in Euro
Versicherung 40
Steuer 7
Benzin 77
Inspektionen/Wartung 11
Wertverlust 256
gesamt 428

Quelle: autokostencheck.de (Stand: Juni 2021)

 

Auf autokostencheck.de kannst Du auch die Kosten für Dein Auto ermitteln. Dabei handelt es sich bei allen Angaben zwar eher um Richtwerte. Sie vermitteln jedoch einen guten Eindruck, mit welchen Summen Du rechnen musst.

 

Das Problem mit dem Kraftstoff

Das Problem für den Verbrenner ist seine Umweltschädlichkeit. Dafür geht es ihm jetzt an den Kragen. Das Bundes-Klimaschutzgesetz nennt verbindliche Klimaziele: Allein im Verkehr sollen sich die Emissionen binnen zehn Jahren fast halbieren. Die Ziele werden laut Forschern nur über einen Kostenanstieg bei Kraftstoffen zu erreichen sein. Das bedeutet: Der Betrieb von Verbrennern wird teurer werden.

Für einen Golf VIII mit 90 PS entfallen heute ein Fünftel der Gesamtkosten auf Benzin. Dieser Anteil wird steigen.

Dieses Jahr wurde bereits die CO2-Steuer eingeführt: Pro Liter Benzin beträgt sie 2021 rund 7 Cent (brutto), für einen Liter Diesel zahlst Du rund 8 Cent (brutto). Bis 2025 verdoppeln sich diese Kosten.

Möglich ist aber, dass sich die Steuer noch schneller erhöht: Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts hat die Bundesregierung im Frühling die Klimaziele verschärft. Offen ist aber, wie Deutschland sie erreichen soll – höhere CO2-Preise ab 2022 sind eine Option.

Stell Dir folgendes Szenario vor: Du kaufst Dir jetzt einen Verbrenner, den Du nach sechs Jahren weiterverkaufst. Der Spritpreis liegt dann mindestens bei 1,70 Euro pro Liter, wenn sich bis auf den CO2-Preis alle Kosten auf Benzin und Diesel nicht stärker verändern. Kraftstoffkosten sind nach dem Wertverlust der größte Kostenfaktor beim Betrieb eines Autos.

Darüber hinaus könnten bestimmte Städte Fahrverbote ankündigen. Vorbilder dafür gibt es bereits in anderen europäischen Metropolen wie London.

Das Ergebnis: Ein aus heutiger Sicht attraktiver Verbrenner wäre in zehn Jahren möglichweise sehr teuer im Betrieb – und nur noch eingeschränkt fahrbar.

Was folgt daraus? Schon bald wird es deutlich schwerer, Dein Auto weiterzuverkaufen. Du müsstest einen empfindlichen Wertverlust hinnehmen, ähnlich wie nach dem Dieselskandal.

Natürlich ist das ein kleiner Blick in die Glaskugel. Forscher vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI und vom Center of Automotive Management sehen dieses Szenario jedoch durchaus als realistisch an.

 

Ist ein Elektroauto die sichere Wahl?

Kaum Wartungskosten, tendenziell umweltfreundlicher und geringere Betriebskosten: Es spricht einiges für die Elektromobilität. Aktuelle Elektroautos bieten realistische Reichweiten von 300 Kilometern und mehr. Damit sind sie auch für Vielfahrer alltagstauglich. Hohe Batteriekapazitäten treiben die Kosten aber (noch) stark in die Höhe. Einige Hersteller bieten inzwischen identische Modelle mit verschiedenen Batteriegrößen an. Du kannst also erheblich Geld sparen, wenn Du auf Reichweite verzichtest.

Zurzeit werden in Elektroautos überwiegend Lithium-Ionen-Akkus als Energiespeicher eingesetzt. Diese Technik kann sogar noch weiterentwickelt werden: Etwa die anderthalbfache Reichweite bei gleicher Größe ist möglich, schätzen Autoexperten.

Doch bis zum Ende des Jahrzehnts könnte es einen großen Sprung in der Entwicklung von Batterien geben: Viele Forscher rechnen damit, dass neuartige Feststoffbatterien künftig die aktuelle Technik verdrängen. Reichweite wäre dann kein Problem mehr. Feststoffbatterien speichern deutlich mehr Energie bei gleicher Größe. Zudem können sie nicht in Flammen aufgehen, sind weniger anfällig für Temperaturschwankungen und halten länger.

Diese Fortschritte können Dich als heutige E-Auto-Käuferin teuer zu stehen kommen: Wer kauft in fünf Jahren Deinen Gebrauchten mit einer Reichweite von 150 Kilometern, wenn in den Schaufenstern bezahlbare E-Autos mit 500 Kilometern Reichweite stehen?

Schlimmer noch: Mit der Zeit verlieren die aktuellen Akkus an Kapazität. Hersteller übernehmen Garantien häufig nur für drei viertel der ursprünglichen Reichweite. Und zwar für eine Zeit von acht Jahren oder für 160.000 Kilometer – je nachdem, was schneller eintritt. Ein Viertel weniger Reichweite, das kann Deinen Wochenendausflug schon stressig machen, Stichwort Reichweitenangst.

Das Phänomen kannst Du übrigens heute schon beobachten. Die E-Auto-Fans der ersten Stunde, die zum Beispiel vor vier Jahren gekauft haben, werden ihre Fahrzeuge jetzt nicht mehr los: Die erste Generation des Renault Zoe zum Beispiel ist ein Ladenhüter bei Gebrauchtwagenhändlern. Der Hersteller hat extra ein Programm aufgesetzt, bei dem er sich den Verlust mit Händlern teilt, die solche Autos in Zahlung genommen haben.

Auch Fördermaßnahmen wie die Elektroautoprämie beeinflussen den Markt für Gebrauchte: Um 5 Prozent sanken die Preise für Fahrzeuge aus erster Hand. Denn durch die Prämie waren Neuwagen auf einmal günstiger. Dieses Risiko besteht in der Zukunft weiter: Ein neuer Volkswagen ID.3 Pro für 35.460 Euro verliert nach vier Jahren wahrscheinlich mehr als 40 Prozent an Wert. 5 Prozent Wertverlust bedeuten 1.000 Euro weniger im Geldbeutel nach dem Weiterverkauf.

Leasing schützt Dich vor diesem Risiko: Die Leasingrate verändert sich nicht durch marktbedingte Wertverluste. Dafür muss der Händler einstehen. Aber Leasing hat auch Risiken: Bei Schäden am Auto wirst Du bei der Rückgabe zur Kasse gebeten – das wird schnell teuer!

 

Mann bei der Autoauswahl
Bild: AdrianHancu / GettyImages

 

Wenn Du trotzdem ein E-Auto willst

Elektroautos sind stark nachgefragt. Deshalb sind Lieferzeiten von einem halben Jahr und mehr aktuell die Regel. Aber es gibt einen Trick, das zu umgehen: die sogenannte Pool-Bestellung. Das sind Großbestellungen, die Händler in Auftrag geben, bevor Kunden die Wagen gekauft haben. So kannst Du Dein gewünschtes Modell schneller bekommen, musst aber auf individuelle Anpassungen verzichten.

Für eine Übersicht und Erfahrungen anderer Elektroautofahrer schau Dich am besten im Forum von goingelectric.de um.

Wenn Du Zeit hast, konfigurierst Du Dein Auto beim Händler und kannst Dir das typische Verhandeln sparen: Es gibt voraussichtlich noch bis 2025 die Förderung von bis zu 9.000 Euro – viel mehr kannst Du auf Grund der großen Nachfrage kaum rausholen.

 

Strom ist nicht gleich Strom

Die große Nachfrage nach Elektroautos wird auch durch die geringeren Kosten im Vergleich zum Verbrenner begründet. 10 bis 20 Prozent der Gesamtkosten eines Elektroautos entfallen auf Strom. Ganz so pauschal lässt sich das aber nicht sagen: Der Strompreis spielt eine große Rolle und der unterscheidet sich stark, je nachdem wo du lädst.

Während Dir im Eigenheim Solarpaneele Strom für etwa 10 Cent bereitstellen, zahlst Du beim Laden über die eigene Wallbox zwischen 26 und 29 Cent – und an Schnellladesäulen an Autobahnen auch mal 79 Cent pro Kilowattstunde. Zur Einordnung: Ein E-Auto verbraucht grob gesagt zwischen 15 und 30 Kilowattstunden auf 100 Kilometer. Im schlimmsten Fall liegen die Stromkosten also bei rund 20 Euro pro 100 Kilometer, das ist mehr als bei den allermeisten Verbrennern.

Zudem besteht noch immer Chaos an Ladesäulen. Du brauchst die richtige Kundenkarte, und manchmal gibt es technische Ausfälle. Der Witz: Je nach Karte werden Dir andere Kosten in Rechnung gestellt.

 

Warum Du über einen Verbrenner nachdenken solltest

Es ist daher eine Überlegung wert, noch für ein paar Jahre auf einen gebrauchten Verbrenner zu setzen. Er kann ruhig zehn Jahre alt sein. Viele Autos fahren dann noch rund fünf Jahre und sollten eine Laufleistung von über 200.000 Kilometern erreichen – zumindest bei regelmäßiger Wartung. Die Ersatzteile sind günstig, und der Wertverlust ist viel geringer als bei neueren Autos: So verliert ein Skoda Octavia aus dem Jahr 2010 nur noch rund 30 Euro an Wert pro Monat.

Auch ökologisch kann es sinnvoller sein, ein Verbrennerauto über die gesamte Lebensdauer zu fahren, statt es vorzeitig zu verschrotten und auf ein Elektroauto umzusteigen.

 

Was Du als Autokäuferin beachten solltest

Ab 3.000 bekommst Du einen robusten Gebrauchten, der vielleicht noch fünf Jahre hält. Der Wertverfall in den nächsten Jahren könnte größer sein als erwartet und ein Weiterverkauf lohnt sich dann vermutlich nicht mehr. Investiere daher nicht zu viel.

Beim Kauf solltest Du Dir Rechnungen vorlegen lassen, die die Laufleistung belegen, und darauf achten, dass der Wagen scheckheftgepflegt ist, neuen TÜV hat und Wartungen sowie Zahnriemenwechsel durchgeführt wurden. Ein gerissener Zahnriemen führt häufig zu einem wirtschaftlichen Totalschaden. Der Wechsel kostet zwischen 500 und 1500 Euro. Die angeblich wartungsfreie Alternative Steuerkette hat zwar häufig kein Wechselintervall, kann aber auch hohe Kosten verursachen.

Viele Autos fahren deutlich mehr als 100.000 Kilometer, aber bei Kilometerständen jenseits der 150.000 wird das Risiko eines Motorschadens größer – ein finanzieller Totalausfall. Dafür ist der Kaufpreis geringer und Dein Schaden hält sich in Grenzen.

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Bankgebühren-Urteil – Eure neuesten Erfahrungen: ING hilft, Degussa mauert

Viele Banken erstatten noch keine Gebühren, die aufgrund einer unwirksamen Änderung an ihren Geschäftsbedingungen erhoben wurden – das berichteten wir vergangene Woche. Schon sehr viele von Euch haben uns ihre Erfahrungen geschildert. Jeden Tag erreichen uns weitere E-Mails zur Reaktion der Banken. Danke dafür!   Das habt Ihr uns diese Woche berichtet: Die Direktbank ING […]

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Viele Banken erstatten noch keine Gebühren, die aufgrund einer unwirksamen Änderung an ihren Geschäftsbedingungen erhoben wurden – das berichteten wir vergangene Woche. Schon sehr viele von Euch haben uns ihre Erfahrungen geschildert. Jeden Tag erreichen uns weitere E-Mails zur Reaktion der Banken. Danke dafür!

 

Das habt Ihr uns diese Woche berichtet:

Die Direktbank ING bietet jetzt ein Formular an, über das Du die Gebühren zurückfordern kannst (PDF-Download). Dabei musst Du nicht einmal berechnen, wie viel die ING Dir schuldet, sie macht es selbst. Und nennt auch gleich ein Datum: Ab September möchte die Bank erste Gelder erstatten.

Beispiele dafür, wie Banken zukünftig bei Änderungen vorgehen, liefern die Degussa Bank und die Norisbank. Sie bitten ihre Kunden per E-Mail oder im Online-Banking um die Zustimmung zu den aktuellen Preisen innerhalb einer bestimmten Frist.

Wer den Änderungen der Degussa Bank nicht zustimmt, dem wird sie das Konto kündigen. Das teilte die Bank ihren Kunden bereits per Mail mit. Die Norisbank weist auf ihrer Website darauf hin, dass sie in solchen Fällen überprüft, ob sie die Geschäftsbeziehung weiterführt. Überraschend ist das kaum: Wer vor dem Urteil solchen Änderungen aktiv widersprochen hat, erlebt häufig eine ähnliche Reaktion.

Viele von Euch haben uns gefragt: Gilt das Urteil auch für ein Geschäftskonto? Das ist noch nicht ganz klar, vieles deutet aber darauf hin, dass Du beim Geschäftskonto leer ausgehst.

Hast auch Du Erfahrungen gemacht, die Du mit der Finanztip-Community teilen möchtest? Schreib uns gerne an redaktion@finanztip.de.

 

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